{"id":18932,"date":"2009-09-25T16:39:00","date_gmt":"2009-09-25T14:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/janfigel.com\/?p=18932"},"modified":"2026-09-08T16:55:13","modified_gmt":"2026-09-08T14:55:13","slug":"leben-und-leben-helfen-die-krise-als-chance-und-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/janfigel.com\/sk\/2009\/09\/25\/leben-und-leben-helfen-die-krise-als-chance-und-herausforderung\/","title":{"rendered":"\u201eLeben und leben helfen\u201c \u2013 Die Krise als Chance und Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">In oder in der N\u00e4he von Krakau zu sein bedeutet, von der Geschichte zu lernen. Wir besitzen eine lange gemeinsame, polnische und europ\u00e4ische Geschichte, in der sich viele Antworten finden lassen. Nat\u00fcrlich wiederholt Geschichte sich nicht, aber es gibt generelle Lehren, die wir aus ihr ziehen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich war Karol Wojty\u0142a, der Papst Johannes Paul II., einer der gr\u00f6\u00dften Europ\u00e4er, den wir jemals treffen, erleben oder von dem wir lernen konnten \u2013 ebenso wie von den polnischen Nationalhelden, Tadeusz Ko\u015bciuszko oder seinem Zeitgenossen Marschall J\u00f3zef Poniatowski. Sie k\u00f6nnen als Beispiele und Vorbilder f\u00fcr einen erfolgreichen Kampf f\u00fcr Menschenw\u00fcrde, Freiheit, die Zukunft ihrer Nation und den Staat gelten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Botschaften der Hoffnung <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im September dieses Jahres erinnern wir uns an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Das 20. Jahrhundert hat uns eine Menge negative Lektionen beschert; es lehrte uns technisches Babarentum und eine skeptische Einstellung in Bezug auf die Weiterentwicklung des Menschen. Man denke an Auschwitz, Hiroshima, die Gr\u00e4ueltaten der Roten Khmer in Kambodscha oder die Terroranschl\u00e4ge von Al Kaida am 11. September 2001. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts k\u00f6nnte, ebenso wie unsere eigenen Erfahrungen, unsere Zukunftsvisionen f\u00fcr die Welt als ein schwarzes, negatives Bild malen. Dem gegen\u00fcber sollten wir uns bewusst werden, dass die Hoffnung \u00fcberwiegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen uns heute, mehr als je zuvor, an die verschiedenen Botschaften der Hoffnung erinnern. Karol Wojty\u0142a rief in seiner Rede auf dem Petersplatz in Rom den Massen zu: \u201cHabt keine Angst!\u201c. Die Hoffnung geht \u00fcber unsere Grenzen hinaus, sie \u00fcbersteigt diese, sie durchbricht die Beschr\u00e4nkungen der menschlichen Natur. Hoffnung \u00fcberwindet auch die Grenzen unserer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen. Wir haben die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges erlebt, aber ebenso die Hoffnung, die der SchumanPlan mit sich brachte und seine Fr\u00fcchte. Dieser Plan war nicht nur sehr vorausschauend, sondern eine \u00e4u\u00dferst starke Zusage an die Menschenw\u00fcrde und an die Einheit der Nationen in Freiheit. In der Geschichte wurden mehrere Versuche unternommen, diese Einheit ohne Freiheit zu erreichen, aber sie alle waren letztendlich unmenschlich. Gl\u00fccklicherweise sind sie vor\u00fcber, auch wenn die Versuchung weiterhin existiert. Ich will betonen, dass Europa es geschafft hat, nach dem Krieg, der weitaus mehr war als eine Krise, eine Region der Hoffnung zu werden. Nach dem Kalten Krieg kam die Erweiterung der Europ\u00e4ischen Union und damit wurde wiederum neue Hoffnung gesch\u00f6pft. Vor kurzer Zeit besuchte ich Skopje, davor Belgrad. Man konnte h\u00f6ren, sehen, f\u00fchlen und riechen, wie viel Hoffnung die Menschen dort dem Prozess der europ\u00e4ischen Integration entgegenbringen. Wirkliche Hoffnung verbunden mit wirklichen Erwartungen. Mit dem Beitritt Polens, der Slowakei und der anderen ehemaligen \u201eOstblockstaaten\u201c zur EU wurde diese mehr europ\u00e4isch, als sie es vorher war. Sie ist nun vollst\u00e4ndiger, ausgeglichener, mit einem besseren Ged\u00e4chtnis versehen, das nicht nur der Verbrechen im Westen, sondern auch der im Osten gemeinsam gedenken kann. Europa sollte nun besser in der Lage sein, gemeinsam zu Handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein hervortretendes Moment von Krise ist stets die M\u00f6glichkeit, etwas zu \u00e4ndern, innovativ zu sein. Die EU ist die deutlichste, ich w\u00fcrde sogar sagen verhei\u00dfungsvollste geopolitische Neuerung, seit der Westf\u00e4lische Friede 1648 das st\u00e4ndig wachsende System souver\u00e4ner Staaten schuf. Wir bed\u00fcrfen dieser Art von Innovationen, wir m\u00fcssen ganz konkret die Hoffnung sch\u00fcren und unumst\u00f6\u00dfliche Zeugnisse schaffen. Aus diesem Grund sprechen wir so gerne \u00fcber unsere Gr\u00fcnderv\u00e4ter und \u2013m\u00fctter und erinnern uns an ihre Ideen und ihr Schaffen. Die derzeitige Krise hat zahlreiche Dimensionen: finanzielle, soziale, wirtschaftliche und politische. Mindestens zwei davon trafen zusammen und versch\u00e4rften die Situation auf den Finanzm\u00e4rkten. Auf der einen Seite Profit um des Profits willen, Wachstum um des Wachstums willen. Handel mit Derivaten, abgeleitet aus Derivaten von Derivaten. Dies alles f\u00fchrte zu enorm steigenden Risiken. Keine oder zu wenig Transparenz. Zu viel Gier, keine wirkliche Haftung und Verantwortung. Goldene Handschl\u00e4ge, goldene Fallschirme f\u00fcr zusammenbrechende Institute. Auf der anderen Seite Konsumkredite und Kredite f\u00fcr Kredite. Konsum um des Konsums willen. Meines Erachtens zu viel Konsum, der eine schlechtere oder sogar keine Zukunft bedeutet. Die Antwort einiger L\u00e4nder, einiger Regierungen, einiger Parteien auf die Krise war \u00f6konomischer Patriotismus, der eine neue Form des Nationalismus darstellt und damit eine sehr konkrete Form von staatlichem Egoismus. Die sozialen Konsequenzen sind nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern auch Polarisierung und Radikalisierung. Insgesamt eine Zunahme von Extremen. Dies stellt uns vor neue politische Herausforderungen. Eine h\u00f6here Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft, extreme Ideen, Vorschl\u00e4ge und Angebote, radikale Stimmen und Forderungen, Populismus. All das wiederum birgt unvorhersehbare und unkontrollierbare Konsequenzen in sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Personalismus und Kultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns in einer Situation, in der wir einerseits seit 20 Jahren in Frieden leben, andererseits in einigen L\u00e4ndern, speziell im Westen, eine neue Generation herangewachsen ist, die wir als \u201ela generation tout de suite\u201c, \u201ela generazione tutto subito\u201c, \u201ewszystko zaraz\u201c , \u201ealles sogleich\u201c bezeichnen. Die Kosten hierf\u00fcr m\u00fcssen von der nachfolgenden Generation, der unserer Kinder, getragen werden. Es gibt nichts umsonst. Deswegen ben\u00f6tigen wir das Verhalten und die Mentalit\u00e4t unserer Gr\u00fcnderv\u00e4ter und -m\u00fctter. Wir m\u00fcssen an die nachfolgenden Generationen denken, nicht nur an die zuk\u00fcnftigen Umfragen und die \u00f6ffentliche Meinung. Es w\u00e4re nicht nur bedauernswert, sondern eine wahre Trag\u00f6die, wie ein Pendel vom Kommunismus zum Konsumismus, vom Kollektivismus zum Individualismus zu schwingen. Es existiert auch ein Mittelweg, eine Balance, eine verantwortungsvolle Strategie. Hierbei spielt die Menschenw\u00fcrde eine Hauptrolle. \u201ePersonalismus\u201c ist meiner Ansicht nach die beste Antwort auf diese Versuchungen. Wir ben\u00f6tigen nicht ein mehr an Regulierung, sondern eine bessere, effektivere Regulierung unserer Wirtschaft. Nicht ein mehr an Staat, sondern einen aktiveren, handlungsf\u00e4higeren Staat. Wir ben\u00f6tigen mehr Aufgeschlossenheit unseres Verstandes und m\u00fcssen lernen \u00fcber die uns begrenzenden, oftmals sehr egoistischen Interessen hinaus zu denken. Diese Krise ist nicht die erste, die wir erleben und wird wahrscheinlich auch nicht die letzte sein. Aus diesem Grund sollten wir f\u00fcr die Zukunft vorbereitet sein, um den kommenden schwierigen Herausforderungen entgegentreten zu k\u00f6nnen. In Bezug auf Fragen der EU-Erweiterung, Energiepolitik, wirtschaftlichen Entwicklung und Gesellschaft gibt es keine einfachen Antworten mehr. Aber wir sollten die Krise als Chance und Herausforderung begreifen. Es wird uns teuer zu stehen kommen, falls wir die sich uns bietenden M\u00f6glichkeiten, Kooperationen zu verst\u00e4rken und zu gr\u00f6\u00dferer Reife zu gelangen, verpassen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einen mir besonders wichtigen Punkt m\u00f6chte ich hinweisen: die Kultur. Kulturelle Werte gedeihen zumeist individuell und gemeinsam innerhalb einer Gesellschaft. Die entstandene Kultur regeneriert darauf basierend Werte, denn unsere Kultur definiert unsere Beziehungen zueinander, sie bestimmt, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und wie wir den Menschen als solchen verstehen. Somit ist Kultur entscheidend f\u00fcr unsere Wahrnehmung und unser Handeln. Der h\u00f6chste Wert, der uns in der EU, ebenso wie in jeder Mikro- oder Makrogemeinschaft vereint, ist die Menschenw\u00fcrde. Menschenw\u00fcrde, die jedem Menschen \u00fcberall innewohnt. Hieraus ergibt sich meines Erachtens eine allumfassende Geschwisterlichkeit. In nur toleranten Gesellschaften gilt zumeist der Leitsatz \u201eLeben und leben lassen\u201c. In einer geschwisterlichen, christlichen und solidarischen Gesellschaft hingegen lautet die Botschaft: \u201eLeben und leben helfen.\u201c Wenn der h\u00f6chste Wert, der uns vereint, in Frage gestellt und relativiert wird, schw\u00e4cht dies auch die Bedeutung aller anderen Werte, letztendlich auch die Menschenrechte. Ich fordere daher eine Kultur der menschlichen W\u00fcrde, eine Ethik der Verantwortung. \u00dcber Rechte zu sprechen hei\u00dft dann, gleichzeitig auch die hiermit verbundenen Pflichten und beider Verbindlichkeit zu benennen. Wir sind immer auch verantwortlich f\u00fcr die zweite Seite der Medaille. Irgendwer muss immer die Verantwortung und die daraus entstehenden Konsequenzen tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen dieser Konferenz wurde oftmals das Thema \u201eIntegration\u201c angesprochen. Integration bedeutet niemals Absorption oder Assimilation. Die europ\u00e4ische Integration sollte hier als Synonym f\u00fcr das Zusammenwirken als gleichberechtigte Partner gelten. Als Beispiel daf\u00fcr, dass alle Betroffenen gleichberechtigt sind, nicht nur Premierminister, Parlamentsmitglieder oder EU-Kommissare. Die Rolle von Kultur in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist hierbei essentiell. Wir brauchen in diesem Sinne mehr Kultur. Keine spezielle Feiertagskultur, sondern eine f\u00fcr das allt\u00e4gliche Leben, f\u00fcr jeden Bereich des Lebens. Denn, wo Kultur nicht vorhanden ist, mangelt es an vielem, etwa an Respekt und Verantwortung. Es besteht dabei kein Gegensatz zwischen Wirtschaft und Kultur. Die eine handelt von Profiten, die andere von Zeremonien und Feierlichkeiten. Kultur kreiert und gibt. Konsum oder Konsumismus hingegen ist keine Kultur. Kultur ist ein Katalysator f\u00fcr Kreativit\u00e4t und Innovation. Wir alle haben Teil an den Geschenken der Freiheit, an den M\u00f6glichkeiten des Lernens und Schaffens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wissen, Verantwortung, Offenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr 2009 wurde zum europ\u00e4ischen Jahr der Kreativit\u00e4t und Innovation erkl\u00e4rt. Mir hat einmal ein kluger Professor gesagt, dass eine kreative Gesellschaft drei Dinge miteinander kombiniert: Talent, Technologie und Toleranz. Prinzipiell besitzt jeder Talent. Hinter dem Begriff der Technologie verbergen sich Grundfertigkeiten, Grundbed\u00fcrfnisse der Ausbildung, Weiterbildung und des Trainings der Talente. Toleranz meint, dass wir alle hierin einbeziehen m\u00fcssen. Auch die scheinbar weniger Talentierten, die Ausgegrenzten und Gehinderten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich schon betont habe, jeder besitzt Talent, und eine kreative Gesellschaft wird durch einen jeden integrierenden Ansatz st\u00e4rker. Wir besitzen eine Menge gro\u00dfartiger Beispiele f\u00fcr die Anwendung von Wissen und Innovation. Ich denke, dass wir genau diese ben\u00f6tigen, wenn wir gest\u00e4rkt und schneller aus dieser Krise herausfinden wollen. Ein besseres, breiteres Wissen ist die L\u00f6sung f\u00fcr die Probleme, die diese Krise mit sich bringt. Dies bedeutet, dass wir Sorge daf\u00fcr tragen m\u00fcssen, dass alle Zugang zu Bildung erhalten. Die Ausbildung muss zudem verkn\u00fcpft werden mit Forschung und Wirtschaft. Denn genau dies produziert neue Innovation. Aber alleine ein Angebot schaffen reicht nicht. Ziel unserer Bem\u00fchungen muss es sein, von der Informationsgesellschaft zu einer \u201eWeisen Gesellschaft\u201c zu gelangen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir notwendigerweise den Weg zu einer Wissensgesellschaft beschreiten. Pure Information hingegen ist nicht ausreichend. Mein Vater war weise, obgleich er keinen Hochschulabschluss besa\u00df, er hatte nie die Chance gehabt eine Universit\u00e4t zu besuchen. Weise Menschen verbinden ihr Wissen mit Werten. Und die Werte sind das, was dabei am meisten z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei genauer Betrachtung der Zeitgeschichte lassen sich viele Paradoxien erkennen, die uns direkt in die Krise gef\u00fchrt haben: immer gr\u00f6\u00dfere H\u00e4user, kleinere Familien, Missachtung der Umwelt etc.. Wir verbrauchen die Ressourcen unserer Kinder. Es gibt hier so viele Beispiele, die ich anf\u00fchren k\u00f6nnte: schnellere Computer, schnellere Handys, schnellere Autos, aber weniger Zeit f\u00fcr Beziehungen, f\u00fcr wirklich menschliche Beziehungen. Wir verf\u00fcgen \u00fcber mehr Informationen, aber vielleicht weniger Vernunft. Um diese Paradoxien zu durchbrechen, m\u00fcssen wir wissen, dass wir lernen k\u00f6nnen und sollten. In diesem Kontext kommt eine der gro\u00dfartigsten Botschaften von Papst Benedikt XVI. In seiner Sozialenzyklika \u201eCaritas in veritate\u201c (die Liebe in der Wahrheit), die diesen Sommer (2009) erschienen ist, schreibt er: Die Kirche k\u00f6nne keine praktischen L\u00f6sungen f\u00fcr die \u00f6konomische Krise liefern. Aber sie k\u00f6nne zu Verantwortungsbewusstsein, zur Wahrheit, zu einer Ethik, die sowohl das menschliche Individuum, als auch die gesamte Menschheit respektiert, erziehen. Die Kirche k\u00f6nne au\u00dferdem, zusammen mit Staat und Zivilgesellschaft, die bed\u00fcrftigsten Menschen unterst\u00fctzen sowie uns alle dazu anhalten, unser nat\u00fcrliches und kulturelles Erbe zu sch\u00fctzen und zu pflegen. Der interkulturelle und interreligi\u00f6se Dialog k\u00f6nne zudem Hilfe und Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer globalen Zivilgesellschaft und der gemeinsamen Werte der Menschheitsfamilie bieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Welt wird nach der Krise noch globaler, komplexer und konkurrenzbezogen sein als zuvor. Auf der einen Seite werden wir ein Teil dieser neuen Welt sein, auf der anderen Seite aber sollten wir diese neue Welt mitgestalten. Europa besitzt hierf\u00fcr ein immenses Potential. Inspiriert durch Karol Wojty\u0142a will ich eine letzte Idee vorstellen: Europa sollte ein Synonym werden f\u00fcr Offenheit. Offenheit verbindet Aufgeschlossenheit und Offenherzigkeit. Ein offener Geist bezieht sich auf die Kompetenz, konkurrenzf\u00e4hige, rational logische Antworten zu Fragen der Finanzwelt, Wirtschaft und Umwelt zu finden. Doch dies alleine reicht nicht aus. Ebenso ben\u00f6tigen wir Herz, das bedeutet Empathie, Sympathie und Solidarit\u00e4t mit den anderen, mit allen. Ich w\u00fcnsche uns, der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, eine solche Gemeinschaft zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In oder in der N\u00e4he von Krakau zu sein bedeutet, von der Geschichte zu lernen. Wir besitzen eine lange gemeinsame, polnische und europ\u00e4ische Geschichte, in der sich viele Antworten finden lassen. Nat\u00fcrlich wiederholt Geschichte sich nicht, aber es gibt generelle Lehren, die wir aus ihr ziehen k\u00f6nnen. 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